Köhler, Eduard Carl August 1a 2a 3a 4a 5a 6a

Geburtsname Köhler, Eduard Carl August
Geschlecht männlich
Alter beim Tod 49 Jahre, 4 Monate, 4 Tage

Erzählend

3 weitere Kinder

oder in Klein-Kniegnitz

Karlsdorf-Weinberg heute: Winna Góra (bei Sobótka)
Klein Kniegnitz heute: Ksieginice Male, Kreis Dzierzoniow)

evangelisch

Ereignisse

Ereignis Datum Ort Beschreibung Quellen
Geburt 10. Dezember 1841 Klein Kniegnitz (Kreis Nimptsch)    
Wohnort   Karlsdorf Kreis Reichenbach, Schlesien    
Beruf   Karlsdorf Kreis Reichenbach, Schlesien Landwirt, Stellenbesitzer  
Ereignis Notiz

Stellenbesitzer:
http://boehm-chronik.com/stellenbesitzer.htm

Es gab freie und dienstpflichtige Stellenbesitzer. Die Freibauern, Freigärtner und Freihäusler waren nicht frei im modernen rechtlichen Sinne, sondern es waren solche Stelleninhaber, deren Pflichten gegenüber der Grundherrschaft hauptsächlich in Geldzins und Naturalabgaben und weniger in Diensten bestanden. Demgegenüber waren die dienstpflichtigen Bauern, Gärtner und Häusler stärker durch Frondienste und weniger durch Zinsleistungen belastet.

Die BAUERN saßen auf den am besten ausgestatteten Rustikalstellen. Sie hatten außer Haus und Hof und Garten so viel Ackerland, daß sie zu dessen Bestellung mehrere Pferde- und Ochsengespanne benötigten. Die Bauerngüter umfaßten ein oder zwei, seltener mehr, schlesische Hufen. Wenn die Bauern fronen mußten, hatten sie vor allen mit ihren Pferdefuhrwerken Spanndienste zu verrichten.

Die GÄRTNER hatten außer Haus, Hof und Garten nur wenig Ackerland. Sie besaßen verschiedenerlei Vieh, allerdings keine Pferde. Ihr Dienst für die Herrschaft bestand hauptsächlich in Handdiensten. Wegen der geringen Ertragsfähigkeit ihrer Stelle übten sie gewöhnlich nebenbei ein Handwerk aus; wenn sie keines beherrschten, verdingten sie sich als Tagelöhner.

Die HÄUSLER hatten die kleinsten Rustikalstellen inne, denn zu einer Häuslerstelle gehörten nur Haus, Hof und Garten und so gut wie gar kein Ackerland. Zwar hielten die Häusler auch Vieh, vor allem Kleinvieh, sie konnten aber vom Gartenbau und von der Viehhaltung allein nicht leben und arbeiteten daher hauptsächlich als Handwerker, Tagelöhner oder Gutsarbeiter. Ihre Dienste für das Dominium bestanden aus Handdiensten, das heißt, sie mußten für eine festgesetzte Anzahl von Tagen mit einer bestimmten Anzahl von Familienangehörigen der Gutsherrschaft zur Verfügung stehen.

In den alten schlesischen Urbaren, Schöppenbüchern und Kirchenbüchern findet man vielerlei Begriffe für GÄRTNER. So zum Beispiel: Groß-, Wechsel, Frei-, Dresch-, Hofe-, Ernte-, Feld-, Robot-, Mittel-, Klein-, Bauer- oder Groschegärtner. Der Hauptunterschied aber besteht zwischen den Freigärtnern, die "von Anfang an zu jedem deutschen Dorfe" gehörten, und den Dreschgärtnern, die gewöhnlich "aus den polnischen Gutsarbeitern hervorgegangen" sind. Die Dreschgärtner waren also vom Ursprung her landwirtschaftliche Arbeiter, welchen von der Grundherrschaft eine kleine Hofstelle als Ackernahrung zugebilligt worden war. Nach dem Dreißigjährigen Krieg geschah dies häufig "auf Kosten des Bauernlandes durch die Zertrümmerung verlassener Bauernhufen".

In den Reformjahren (wie z. B. 1807, 1911, 1821 und 1845) wurden die schlesischen Landleute durch eine stattliche Reihe königlicher Ablösungsverordnungen (Regulierungsedikte) schrittweise aus der Gutsuntertänigkeit befreit. Die Rittergüter behielten zwar ihre dominierende Rolle, aber mehr durch die Größe und wirtschaftliche Bedeutung der Gutsbezirke und weniger durch die ihnen verbliebenen Reste richterlicher und polizeilicher Verfügungsgewalt über die Gemeindebezirke.

Von nun an waren die jetzt freien dörflichen Stellen fast nur noch durch die - im einzelnen geschichtlich bedingte - Größe des zugehörigen Ackerlandes voneinander unterschieden. Als im Laufe der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhundert eine Reihe von Gärtnern und Häuslern durch Pacht, Kauf, Erbschaft oder Einheirat ihr Besitztum vergrößern konnte, da verloren die Bezeichnungen BAUER, GÄRTNER und HÄUSLER ihren ursprünglichen Sinn.

Tod 14. April 1891 Karlsdorf Kreis Reichenbach, Schlesien Suizid durch Erhängen (geistesgestört) 3b
Religion     ev.  

Eltern

Beziehung zur Hauptperson Name Geburtsdatum Sterbedatum Beziehung innerhalb dieser Familie (wenn nicht durch Geburt)
Vater Köhler, August Karl28. Juni 1813nach 1891
Mutter Adam, Caroline Christina Johanna1818nach 1891
         Köhler, Eduard Carl August 10. Dezember 1841 14. April 1891
    Bruder     Köhler, Carl Julius Imanuel 9. Oktober 1846 10. Juni 1903
    Bruder     Köhler, Heinrich Herrmann 28. Dezember 1857
    Schwester     Köhler, Anna Ernestine Dorothea

Familien

Familie von Köhler, Eduard Carl August und Hähnel, Karoline Ernestine

Verheiratet Ehefrau Hähnel, Karoline Ernestine ( * 7. April 1846 + 15. Juli 1917 )
   
Ereignis Datum Ort Beschreibung Quellen
Hochzeit 12. Januar 1867      
  Kinder
Name Geburtsdatum Sterbedatum
Köhler, Ottilie
Köhler, Robert28. Oktober 18688. August 1895
Köhler, Heinrich11. Oktober 187025. Oktober 1951
Köhler, Ida25. August 187426. Mai 1915
Köhler, August Eduard26. November 187710. Mai 1937
Köhler, MoritzFebruar 188225. Mai 1915
Köhler, Reinhold30. Januar 18847. Dezember 1967
Köhler, Alfred Julius4. Oktober 18857. Januar 1951
Köhler, Emma Auguste21. Februar 18871936
Köhler, Luise Ernstine16. April 1889
  Attribute
Art Wert Notizen Quellen
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Attribute

Art Wert Notizen Quellen
_UID E8C5B301D5A1D511A7C8008048E3426A839B
 

Ereignisreferenzen

  1. Sippenfragebogen für die Familie Köhler / Kochanek
      • Seite: diverse Personen (Köhler)
      • Vertrauensgrad: Hoch
  2. Rudolf Kraus: emails Rudolf Kraus
      • Seite: diverse Personen (Kraus)
  3. Standesamt Kanigen
      • Seite: Geburtsregister 1887 #6 Köhler Emma Auguste
      • Seite: Sterberegister 1891 # 5 Köhler Eduard Karl August
  4. Standesamt Berlin
      • Seite: Heiratsregister 1914 #15 Köhler Emma Auguste mit Otto Haese
  5. Standesamt Glatz
      • Seite: Sterberegister 1915 #183 Köhler Moritz
  6. Standesamt Schweidnitz
      • Seite: Heiratsregister 1908 #45 Köhler Reinhold mit Kochanek Marie Martha